Vom Chicken Tikka Hamburger bis zur Ikone der Informationstechnologie, der asiatische Tiger erhebt sich in Indien. Wenn man von asiatischer Kunst spricht, spricht man von der zeitgenössischen Kunst Chinas und Indiens. Während der chinesische Drache schon überwältigende Preise erzielt, kommt ihm der indische Tiger schnell näher. In Indien verbindet sich eine Kultur des Feierns mit spirituellem Interesse und einem wachsenden Materialismus, auch Kunst wurde zu einem Symbol für Erfolg und Selbstvertrauen sowohl im Ausland als auch zu Hause. Kunst schafft für Inder und Nichtinder Mehrwerte einerseits finanzieller, andererseits ideeller Natur. Das Land hat sich zu einer international bedeutsamen Volkswirtschaft entwickelt, die jährliche Wachstumsrate beträgt cirka 8 %. Indische Kunst wird mehr als Schöpfung für Investition angesehen und weniger als Symbol für das Religiöse oder als Funktion davon.

Die Entwicklung indischer Kunst beschreibt eine Bahn von den frühen Modernisten, die Hauptaugenmerk auf Linie, Form, Farbe und individuellen Ausdruck legten, bis hin zur starken globalen Präsenz zeitgenössischer indischer Kunst, wo sich der Schwerpunkt vom Heiligen, Schönen, Politischen und Sozialen hin zum lebendigeren Schauplatz einer visuellen Kultur verlagert. Es ist wohl die Spannung zwischen Tradition und Gegenwart, die Kunstsammler weltweit bewegt, ihren lange Zeit auf zeitgenössische chinesische Kunst beschränkten Blick nun auf zeitgenössische indische Kunst zu richten.

Durch die Offenlegung innerer und äußerer Landschaften sowie den Gebrauch von sowohl sinnlichem als auch geistigem Material, produzieren indischer Künstler in zunehmendem Maß eine universelle Kunst, eine Kunst die eine einzigartige internationale Sprache spricht. Dadurch erweitern sie die Grenzen einer globalen, kosmopolitischen visuellen Sprache.

Der Kunstmarkt blüht. Angetrieben von dem Interesse, das aus den hohen Preisen entstand, die indische Künstler bei internationalen Auktionshäusern wie Sotheby’s und Christie’s erzielten, entstand ein regelrechter Boom bei zeitgenössischer asiatischer Kunst und ein fieberhafter Eifer bei Sammlern in Erwartung von Preissteigerungen.

Sammler werden zu Galleristen, wenn Kunst ihren Häusern und Büros entwachsen ist und sie ihr Interesse auf neuen Wegen erweitern wollen.

Vor diesem Hintergrund flossen viele Ideen und Überlegungen in die Auswahl der Künstler ein, welche für die Ausstellung in den Swarovski Kristallwelten ausgewählt wurden. Jeder einzelne dieser Künstler spricht eine unverwechselbare Sprache in seiner Kunst, zusammen erzählen sie von der Dynamik und den Herausforderungen, denen das Wunder Indien gegenübersteht.


2. AUSSTELLUNG
SWAROVSKI KRISTALLWELTEN
SWAROVSKI MUSEUM
1. FEBRUAR
— 31. MÄRZ 2008

ASHIM PURKAYASTHA
JAGANNATH PANDA
JUSTIN PONMANY
RAJESH RAM
RAVINDER REDDY


















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